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Picture of the Month: April 2007

 

Socialismo es efficiencia! - Sozialismus ist Wirtschaftlichkeit! - konnte der Reisende 1999 noch vielerorts lesen in Cuba, während es bei gut zwei Dutzend Zuckerfabriken des Landes nach wie vor kräftig dampfte auf den Schienen. Offenbar nahm man sich den Wahlspruch wirklich zu Herzen, als ein Grossteil dieser Zuckerfabriken in der Folge stillgelegt wurde, denn selbst Fidels Ökonomen mussten einsehen, dass es wenig Sinn macht, in jeder Ecke der Insel Rohrzucker zu produzieren, wenn allein schon dessen Produktionskosten über dem Weltmarktpreis liegen..

Die Vielfalt an Fahrzeugtypen und das Alter der Lokomotiven bei den "Centrales des Azucar" war aber beeindruckend. Die grössten Lokomotiven waren beim "Complejo Agroindustrial Ifrain Alfonso" anzutreffen. Als die Lok 1850 im April 1999 mit Volldampf den Verladepunkt Pozo verliess, war offensichtlich sogar der Gaul im Vordergrund erschreckt - obschon er dieses Schauspiel  vermutlich mehrmals täglich beobachten konnte!

Der Name "Dona Bella" (Schöne Frau), welcher die Mannschaft auf den Tender der Lok gepinselt hatte, bezog sich wohl weniger auf das Äussere der Maschine als vielmehr auf ihre Bauart und ihr Design. 

Die 1935 von Baldwin gebaute '1D1' gehörte zu den grössten und leistungsfähigsten Dampflokomotiven auf Kubanischen Gleisen überhaupt. Die Zuckerrohrbahnen hatten oft ausgedehnte Gleisnetze, die zu zahlreichen Ladepunkten an den Plantagen führten. Die Strecken des CAI Ifrain Alfonso führte dabei als Spezialität sogar ein paar Kilometer über eine Staatsbahnstrecke, um dann auf offener Strecke wieder von dieser abzuzweigen. Die Sicherheitseinrichtung bestand aus 'portablen' Streckentelefon, mit dem bei der nächsten Station freie Fahrt angefordert werden konnte. 

Mehr über Dampflokomotiven in Cuba finden Sie hier unter "Steam in Paradise".

 

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(c) Markus Fischer, Zürich