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Picture of the Month: March 2007


"Die Ostbahn, det is meine stille Liebe, ick bin uff die Ostbahn jross jeworden, ick jehöre zu ihr wie die Blumenfrau uff den Potsdamer Platz. Un wen ick mal pensioniert bin, denn bau ick mir'ne Jartenlaube raus nach Hoppegarten, von wo ick uff die Strecke kiecken kann" Grunewald, "Bekenntnisse eines Eisenbahnnarren", Karl-Ernst Maedel. 

Lange schon sind die direkten Züge nach Königsberg und Insterburg Vergangenheit, die Maedel in seinem obengenannten Buch beschreibt, ebenso wie die Grunewalder S101 und  03, welche damals mit Schnell- und Eilzügen durch die Mark Brandenburg und Pommern rauschten.

Durch die Grenzziehung und die politischen Realitäten nach dem Krieg fiel die Ostbahn praktisch in die  Bedeutungslosigkeit. Dass die legendären Bahnstrecke für so lange Zeit so gut wie unverändert blieb, ist aber vor allem dieser Tatsache zuzuschreiben.

Doppeltelegrafenmasten beidseits der Strecke, Blockstellen, Preussische Backsteinarchitektur, Stellwerke und Flügelsignale auf jedem Unterwegsbahnhof - all dies war noch Mitte neunziger Jahren auf der alten Ostbahn zwischen Kostrzyn und Kryz zu erleben.

Im März 1996, als die obige Aufnahme entstand, war die Ostbahn bereits abschnittweise ihrer Telegrafenmasten beraubt worden. Vielerorts, wie hier bei Stare Kurowo (Altkarbe) stimmte das Umfeld aber noch immer. Was wäre, wenn man nochmals "Dampf" auf die Ostbahn bringen könnte, fragten engagierte Eisenbahnfreunde und liessen ein ambitiöses Programm entstehen. Für ein paar wenige Tage sollten nochmals Dampflokomotiven die Planzüge auf dieser legendären Strecke befördern. 

Am 23.März 1996 beschleunigte Ty 2-406 am ihren Personenzug Kryz - Gorzow - Kostrzyn (Kreuz - Landsberg/Warthe - Küstrin) aus Stare Kurowo.

Mehr dazu hier unter Ostbahn.

 

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(c) Markus Fischer, Zürich